Weihnachtliches am Bollerofen

Fünfter Seitsberger Weihnachtsmarkt lockte auch viele Ehemalige ins Dorf

 

Aus allen Himmelsrichtungen strömen die Gäste nach Seitsberg. Die Zufahrtsstraße von Hüttlingen her mutiert zum einseitigen Parkplatz. Alle Generationen lassen es sich in der Dorfmitte bei Glühwein und Gesprächen gutgehen. Ein Bummel entlang der insgesamt 17 Hütten des Seitsberger Weihnachtsmarkts lohnte allemal.

 

2014 Schwaepo
Die Auslagen an insgesamt 17 Hütten boten eine Vielfalt an
weihnachtlichen Präsenten, die gern angeschaut und gekauft wurden auf
dem Seitsberger Weihnachtsmarkt.  (Foto: jan)
 

Vor fünf Jahren wurde der Seitsberger Weihnachtsmarkt ins Leben gerufen. Und hat sich bereits zu einer liebgewonnenen Tradition gemausert. Er ist eine feste Größe im Kalender. Auch derer, die einst in Seitsberg wohnten und nun eigens für diese Veranstaltung wieder einmal in der alten Heimat vorbeischauen. Initiatorin Renate Schneider konnte sich auch am Sonntag über äußerst große Besucherresonanz freuen. „Das ganze Dorf ist auf den Beinen“, stellte sie zufrieden fest. An mehreren Stellen strömten metallene Böllerofen heimelige Wärme aus. Kein Wunder, dass sich in Windeseile Besuchergruppen um diese geschart hatten, um in der schönen Atmosphäre einen Plausch zu halten. Für diese Öfen zeichnet Robert Faul verantwortlich. Ebenso wie für den Auf- und Abbau der Hütten. Auf die Vielzahl des Angebots an den Ständen angesprochen, verdeutlicht er: „Wir wollen kein Angebot doppelt.“ Und so konnten sich die Besucher nicht nur über ein umfangreiches Verkaufsangebot mit Honig, Kerzen, Taschen, Tücher und etwa Holzengel freuen, sondern auch die kulinarische Palette genießen. Von der klassischen Roten bis hin zu „Griebaschnecka“ – Speck im Kartoffelteig – ließ man sich den Gaumen kitzeln. Mit viel Liebe zum Detail waren die einzelnen Hütten geschmückt. Lichterketten, Reisig, Kugeln, alles, was die Atmosphäre weihnachtlich macht. Sogar die Mülleimer wurden mit Jute verkleidet, geschmückt mit knallroten Schleifen. Als i-Tüpfelchen präsentierte sich ein Rahmenprogramm. Kutschfahrten von Willi Winkler waren dabei ebenso im Angebot wie weihnachtliche Weisen von den Musikern der „Kurrende-Blasen“. Und gegen später schaute dann noch der Nikolaus mit einem großen Sack vorbei. Bei genauerem Hinschauen erkannten hier die Profis Viktor Rettenmaier bei der Arbeit. Und wer sich sportlich betätigen wollte, versuchte sein Glück an der Wurfbude der Dorfjugend.

 

© Schwäbische Post 08.12.2014/Anja Jantschik